Am 27. April 2026 lief Tigist Assefa beim London-Marathon 2:15:41 und fügte ihren Namen der Liste der Weltrekordhalterinnen hinzu. Die Geschichte des Frauen-Marathon-Weltrekords umfasst fast 50 Jahre und über 17 Minuten Verbesserung.
1979–1985: Die Pionierinnen
Grete Waitz (Norwegen) stellte 1979 mit 2:32:30 in New York den ersten offiziellen Weltrekord auf. Joan Benoit verbesserte ihn 1983 auf 2:22:43, und Ingrid Kristiansen lief 1985 2:21:06 – eine Marke, die 13 Jahre Bestand hatte.
1998–2003: Radcliffes Ära
Nach Loroupe (2:20:43, 1998) und Takahashi (2:19:46, 2001) revolutionierte Paula Radcliffe den Frauenmarathon mit 2:15:25 in London 2003 – ein Weltrekord, der 16 Jahre hielt.
2019–2026: Carbon-Zeitalter
Brigid Kosgei brach Radcliffes Rekord 2019 in Chicago mit 2:14:04, unterstützt durch Carbon-Laufschuhe. 2026 setzte Tigist Assefa mit 2:15:41 in London ein neues Ausrufezeichen – am selben Tag, an dem die Männer die 2-Stunden-Marke durchbrachen.
In knapp 50 Jahren hat sich der Frauen-Marathon-Weltrekord um mehr als 17 Minuten verbessert. Die nächste Grenze, sub-2:10, ist bereits in Sichtweite.