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10 Trail-Rennen in Vermont, Die Du Kennen Solltest

Vermont bietet 10 außergewöhnliche Trail Races für alle Niveaus. Von Einsteiger-freundlichen Kurzrennen bis zu anspruchsvollen Bergultraläufen.

Trail runner's legs mid-stride on a root-covered forest path with autumn foliage in Vermont.

Warum Vermont zu den besten Trailrunning-Zielen der USA gehört

Vermont wird in der Trailrunning-Community oft unterschätzt. Dabei bietet dieser kleine Staat im Nordosten der USA eine Dichte an hochwertigen Trails, die kaum zu übertreffen ist. Wer einmal durch die grünen Bergkämme des Green Mountain National Forest gelaufen ist, versteht schnell, warum Kenner immer wieder zurückkehren.

Das Streckenprofil variiert stark. Von sanften Waldpfaden mit weichem Waldboden über technische Singletrails an steilen Hängen bis hin zu offenen Kammläufen mit Panoramablick. Innerhalb weniger Kilometer Luftlinie kannst du Strecken finden, die sich grundverschieden anfühlen. Genau das macht Vermont zu einem so reizvollen Ziel für Läuferinnen und Läufer aller Niveaus.

Dazu kommt die Atmosphäre. Vermont-Rennen haben eine eigene, schwer beschreibbare Qualität. Sie sind kleiner, persönlicher und ehrlicher als die großen kommerziellen Rennserien. Hier kennst du nach wenigen Stunden die Hälfte des Feldes beim Vornamen. Das ist kein Zufall, sondern Tradition.

10 Trail Races, die du in Vermont nicht verpassen solltest

Die Auswahl an Rennen ist groß, aber diese zehn stechen besonders hervor. Sie repräsentieren das volle Spektrum des Vermont-Trailrunnings. Ob kurze Distanz für Einsteiger oder mehrstündige Bergrennen für erfahrene Ultraläufer. Merk dir diese Namen.

  • Vermont 100 Endurance Race: Das bekannteste Rennen im Staat. 100 Meilen durch die Hügel von South Woodstock, mit über 5.000 Höhenmetern. Ein Klassiker des amerikanischen Ultralauf-Kalenders, der seit den 1980er Jahren stattfindet.
  • Stowe 8-Miler: Ein perfekter Einstieg ins Vermont-Trailrunning. Die Achtelmeile-Runde um Stowe ist schnell, schön und ideal für Läufer, die kurze Distanzen bevorzugen oder das erste Mal auf Trails starten.
  • Mad Marathon Trail Runs: In Waitsfield gelegen, bieten diese Rennen unterschiedliche Distanzen entlang des Mad River. Bekannt für die Querungen historischer Covered Bridges, was dem Rennen einen ganz eigenen visuellen Charakter verleiht.
  • Kingdom Trail Fest: Im Northeast Kingdom von Vermont veranstaltet, läuft dieses Rennen über ein weltberühmtes Mountainbike-Trailnetz, das sich auch für Läufe besonders gut eignet. Technisch, abwechslungsreich und spektakulär.
  • Catamount Ultra: Der 50-Kilometer-Lauf durch den Winooski Valley und die Berge nördlich von Burlington gilt als eines der landschaftlich eindrucksvollsten Rennen im Nordosten. Hügeliges Gelände, dichter Wald, kaum Asphalt.
  • Joe Dodge Trail Race: Ein kürzeres Rennen mit großem Ruf. Rund um Smugglers Notch gelegen, verbindet es technische Trails mit steilen Abstiegen. Nichts für Unaufmerksame, aber unvergesslich für alle, die es abschließen.
  • Pinnacle Trail Race: Ideal für Einsteiger. Die Strecke im Chittenden County ist gut markiert, nicht übermäßig anspruchsvoll und durch kleine Dörfer sowie Waldstücke geführt. Perfekt als erstes Trailrennen außerhalb des gewohnten Terrains.
  • Green Mountain Relay: Kein reines Trailrennen, aber ein Erlebnis für sich. Teams laufen gemeinsam über 200 Meilen quer durch Vermont. Trails, Landstraßen und Gemeinschaft in einem Format, das süchtig macht.
  • Ascutney Outdoors Trail Race: Rund um den Mount Ascutney in Windsor County. Kurze und lange Distanzen verfügbar. Die Strecken führen durch historisches Gelände und bieten klare Aussichten auf das Connecticut River Valley.
  • Breadloaf Trail Marathon: Ein Marathon, der seinen Namen verdient. Durch den Breadloaf Wilderness im Green Mountain National Forest verläuft eine Strecke, die konditionell wie technisch hohe Ansprüche stellt. Für erfahrene Trailläufer ein Pflichttermin.

Viele dieser Rennen sind schnell ausgebucht. Besonders der Vermont 100 und der Catamount Ultra haben Wartelisten, die sich innerhalb von Stunden nach dem Anmeldestart füllen. Plane also früh und buche deine Unterkunft gleichzeitig mit der Anmeldung.

Frühzeitig anmelden, sonst läufst du das nächste Jahr

Vermont ist kein Geheimtipp mehr. Die Rennen im Staat haben sich in der Szene einen soliden Ruf erarbeitet, und die Startplätze sind entsprechend begehrt. Wer aus einem anderen Bundesstaat oder aus Europa anreist, sollte den Anmeldezeitraum genauso ernst nehmen wie das Lauftraining selbst. Wer seinen Horizont über Vermont hinaus erweitern möchte, findet auch unter den besten Trailrennen Europas herausragende Alternativen.

Viele Veranstalter öffnen ihre Anmeldungen im Herbst oder Winter für Rennen, die im Frühling oder Sommer stattfinden. Es lohnt sich, die jeweiligen Veranstalterwebseiten auf die Watchlist zu setzen oder sich für Newsletter einzutragen. Startgebühren liegen in der Regel zwischen $50 und $200, abhängig von Distanz und Event-Umfang.

Für internationale Läufer gilt das noch mehr. Flüge nach Burlington oder Boston, Mietwagen und Unterkunft in den kleinen Vermont-Dörfern lassen sich deutlich günstiger und entspannter planen, wenn man sechs Monate im Voraus bucht statt sechs Wochen. Treat die Rennplanung wie eine Reise, nicht wie ein Spontanevent.

Community, Atmosphäre und das, was Vermont-Rennen besonders macht

Was Vermont-Trailrennen von anderen unterscheidet, lässt sich schwer in Zahlen fassen. Es beginnt beim Start, wo kein DJ-Beschallung die Stimmung aufpusht, sondern ein freundliches „Good luck" von der Rennleitung. Die Verpflegungsstationen werden oft von lokalen Freiwilligen betrieben. Vereine, Schulen, Nachbarschaftsinitiativen.

Diese Bodenständigkeit ist kein Marketingversprechen, sondern gelebte Praxis. Vermont-Rennen haben keine großen Sponsorenteppiche, keine überdimensionalen Finisher-Medaillen und keine App-gestützten Live-Tracking-Pakete als Hauptmerkmal. Was sie haben, ist Substanz. Gut gepflegte Trails, klare Streckenmarkierungen und eine Atmosphäre, in der das Laufen selbst im Vordergrund steht.

Wer einmal Teil dieser Community war, versteht, warum so viele Läufer Jahr für Jahr zurückkehren. Nicht für die Bestzeit, nicht für den Instagram-Moment. Sondern für das Gefühl, Teil von etwas Echtem zu sein. Vermont läuft nicht für die Kamera. Es läuft für die Menschen, die kommen, weil sie das Laufen wirklich lieben. Dass Trailrunning weltweit stark wächst, macht diese ursprüngliche Qualität umso wertvoller.